Kinder beim Spielen unter freiem Himmel

Aktuelle Info zum Umgang mit dem Coronavirus in den ULNA Kitas in Norderstedt

Liebe Eltern,

auf Grund der aktuellen Lage bezüglich der Ausbreitung des Coronavirus und der beschlossenen Maßnahmen der Landesregierung Schleswig-Holstein, bleiben alle Kindertagesstätten der ULNA in Norderstedt bis voraussichtlich 19. April 2020 geschlossen.

Eine Notbetreuung steht nur den Familien zur Verfügung, deren Tätigkeit besonders bedeutsam für die Daseinsfürsorge und die Aufrechterhaltung der Infrastruktur ist.

Menschen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in Regionen und Ländern aufgehalten haben, die zum Risikogebiet für den neuartigen Coronavirus (Covid-19) gelten, werden gebeten, vom Besuch in der Kita abzusehen. Informationen zu aktuellen Krisengebieten finden Sie im Internet unter: rki.de/covid-19-risikogebiete

 

Welche Eltern haben einen Anspruch auf eine Notbetreuung?

Die Ansprüche auf eine Notbetreuung werden in jedem Bundesland unterschiedlich festgelegt und von uns als Träger entsprechend umgesetzt. Im Bundesland Schleswig-Holstein gelten die folgenden Regeln für die Gewährung einer Notbetreuung:

  • Für die Inanspruchnahme einer Notbetreuung soll es ausreichen, wenn ein Elternteil des Kindes in einer Gesundheits- oder Pflegeinrichtung bzw. in einem ambulanten Pflegedienst tätig ist.
  • Für alle anderen KRITIS-Bereiche (kritischen Infrastrukturen) bleibt es bei der Regelung, dass die Wahrnehmung der Notbetreuung nur erlaubt ist, wenn beide Elternteile (bei Alleinerziehenden natürlich nur der eine Elternteil) in Bereichen der kritischen Infrastrukturen nach dieser Verfügung arbeiten und diese Eltern keine Alternativbetreuung ihrer Kinder organisieren können. Die Bereiche sind abschließend definiert:

    • Energie – Strom, Gas, Kraftstoffversorgung etc. (§ 2 BSI-KritisV),
    • Wasser: Öffentliche Wasserversorgung, öffentliche Abwasserbeseitigung (§ 3 BSI-KritisV),
    • Ernährung, Hygiene (Produktion, Groß-und Einzelhandel) - inkl. Zulieferung, Logistik (§ 4 BSI-KritisV),
    • Informationstechnik und Telekommunikation - insb. Einrichtung zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze (§ 5 BSI-KritisV),
    • Gesundheit - Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, Eingliederungshilfe, niedergelassener Bereich, Medizinproduktehersteller, Arzneimittelhersteller, Apotheken, Labore (§ 6 BSI-KritisV),
    • Finanzen - ggf. Bargeldversorgung, Sozialtransfers (§ 7 BSI-KritisV),
    • Transport und Verkehr - Logistik für die KRITIS, ÖPNV (§ 8 BSI-KritisV),
    • Entsorgung (Müllabfuhr),
    • Medien und Kultur - Risiko- und Krisenkommunikation,
    • Staat und Verwaltung - Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung (Regierung und Verwaltung, Parlament), Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Justiz, Veterinärwesen, Küstenschutz sowie
    • Grundschullehrkräfte (soweit diese zur Aufrechterhaltung der Notbetreuung im Sinne dieser Verfügung eingesetzt werden), Sonderpädagoginnen an Förderzentren mit Internatsbetrieb, in Kindertageseinrichtungen Tätige (soweit diese zur Aufrechterhaltung der Notbetreuung im Sinne dieser Verfügung eingesetzt werden).

 Welche Betreuungszeiten gelten für die Notbetreuung?

  • Für die Kinder, die von dem Betretungsverbot ausgenommen sind, gelten grundsätzlich die üblichen, vertraglich vereinbarten Betreuungszeiten.
  • Die Eltern sollen die benötigten Betreuungszeiten für die Notbetreuung rechtzeitig (min. ein Tag im Voraus) der jeweiligen Kita melden.
  • Sollte kein Kind in der Notbetreuung bis 10:30 Uhr erscheinen, so werden die pädagogischen Fachkräfte ins Homeoffice versetzt.

 

Wie wird die Notbetreuung in unseren Kitas organisiert?

  • Die Notbetreuung wird in der jeweiligen Kita vor Ort angeboten. Der gewöhnliche Tagesablauf wird eingehalten.
  • Für die Zeit des Notbetriebes findet keine offene Arbeit (gruppenübergreifend) statt.
  • Die Kinder werden in kleinen Gruppen betreut. Die Gruppengröße ist auf max. 5 Kinder zu begrenzen und es dürfen max. 10 Kinder in der Einrichtung insgesamt betreut werden.
  • Auch der Außenbereich wird nur von max. fünf Kindern aus einer festen Gruppe genutzt.
  • Während der gesamten Notbetreuungszeit finden der Gruppenstruktur angemessene, verschiedene pädagogische Angebote statt.
  • In der Notbetreuung finden keine Ausflüge statt.

 

Werden die Elternbeiträge erstattet?

Aktuell vom 21.03.2020: „Während einer Telefon-Konferenz mit Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder haben sich die Spitzen der Fraktionen der Norderstedter Stadtvertretung am Sonnabend einstimmig darauf verständigt, dass wegen der allgemeinen Kita-Schließungen im Zuge der Corona-Virus-Ausbreitung die Kita-Gebühren für die Zeit der Schließungen zurückgezahlt werden. Einen formalen Beschluss dazu wird die Norderstedter Politik voraussichtlich erst im April fassen.”

Sobald wir weitere Informationen erhalten werden wir darüber berichten. Wir bitten an dieser Stelle um Geduld.

 

Werden die Zusatzbeiträge erstattet respektive muss ich welche bezahlen?

Wir als Träger haben uns entschieden das Ihnen die Zusatzbeiträge für den Zeitraum 16.03. bis 19.04.2020 erstattet werden. Die Erstattung für den März erfolgt bis zum 06.04.2020. Für den Monat April werden keine Zusatzbeiträge aktuell von uns erhoben. Wir behalten uns vor, sollte der Regelbetrieb wieder zum 20.04.2020 aufgenommen werden, diesen anteilig mit dem Elternbeitrag Mai einzuziehen. Die Regelung der Erstattung betrifft nicht die Kinder der Notbetreuung.

 

Wichtiger Hinweis:

Wir als Träger stehen in einem engen und kontinuierlichen Austausch mit den zuständigen Behörden. Die aktuelle Lage im Zusammenhang mit der Corona-Ausbreitung wird täglich neu beurteilt. Es kann sein, dass es auf Grund neuer Erkenntnisse oder Anordnungen kurzfristig zu abweichenden, neuen Handlungsempfehlungen kommt. Bitte achten Sie auch auf kurzfristige Aktualisierungen der Informationen in den Kitas und auf unserer Internetseite.

Aktuelle Mitteilungen S-H

 

Danke für Ihr Verständnis und die hervorragende Mitarbeit in dieser schwierigen Zeit. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien weiterhin viel Kraft und Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Kaupp und das gesamte Team der ULNA